Ein Kuscheltier, ein Trostspender, manchmal auch einfach ein Grund zum Lachen mitten im Klinikalltag – JoJo: Das Maskottchen der Uni-Kinderklinik Tübingen, ist genau das, was Kindern in der Kinderklinik manchmal die richtige Portion Ablenkung schenkt. Entwickelt hat die Figur HILFE FÜR KRANKE KINDER, gemeinsam mit der Klinikleitung und einer spezialisierten Agentur.
Eine Idee, die wachsen sollte
Der Anspruch der Stiftung war von Anfang an klar: JoJo sollte kein austauschbares Klinik-Logo werden, sondern ein Charakter mit echter Bedeutung für die kleinen Patientinnen und Patienten. Also entwickelte HILFE FÜR KRANKE KINDER nicht nur die Figur selbst, sondern ein ganzes Konzept drumherum – von der ersten Skizze bis zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Klinikalltag.
Das Ergebnis: eine blaue Figur mit langen Ohren und bunten Haaren, die für die vielen Ideen stehen, die JoJo im Kopf hat. Eine Fantasiefigur mit Absicht – offen genug für viele Assoziationen, mal geborgen und tröstend, mal frech und verspielt. Genau dazwischen bewegen sich schließlich auch die Gefühle der Kinder, die in der Klinik behandelt werden.
Den Namen haben übrigens die Patientinnen und Patienten selbst vergeben: Wochenlang wurden Kinder in den Spielzimmern der Klinik gefragt, wie die rundliche blaue Figur heißen soll. Die klare Mehrheit entschied sich für „JoJo“.
Von der Skizze zur lebensgroßen Figur
Damit JoJo nicht nur auf Papier existiert, hat HILFE FÜR KRANKE KINDER ein lebensgroßes JoJo-Kostüm anfertigen lassen. Seinen ersten großen Auftritt hatte JoJo auf dem Sommerfest der Kinderklinik 2024, kurz darauf stellte er sich auch der regionalen Presse vor – bei einem Besuch auf den Stationen, inklusive Eis für Patientinnen, Patienten und ihre Familien.
Mittlerweile ist JoJo regelmäßig unterwegs: Mehrmals pro Woche besucht er die Kinderklinik und läuft durch Stationen, Ambulanzen und Wartebereiche – dorthin, wo Kinder und Eltern oft am meisten Ablenkung und Aufmunterung gebrauchen können. Hast du das Maskottchen schon mal in der Klinik getroffen?
JoJo zum Mitnehmen
Damit JoJo auch dann bei den Kindern bleibt, wenn er selbst gerade nicht im Zimmer ist, hat die Stiftung eigene JoJo-Merchandise-Artikel entwickelt: Aufkleber, Schlüsselanhänger und ein eigenes JoJo-Malbuch, die kleine Patientinnen und Patienten mit nach Hause nehmen können. Zu sehen ist JoJo außerdem auf den Tapferkeitsmedaillen, die Kinder nach überstandenen Untersuchungen erhalten, sowie auf Taschen, die klinikweit im Rahmen des Konzepts zur Angst- und Schmerzreduktion eingesetzt werden, aber auch auf den Menü-Plänen, der kleinen Patientinnen und Patienten auf den Stationen der Kinderklinik.
Eine Figur, die mitwächst
Für HILFE FÜR KRANKE KINDER ist JoJo damit noch lange nicht fertig entwickelt. Die Stiftung versteht das Maskottchen als lebendiges Projekt, das mit den Erfahrungen aus dem Klinikalltag weiterwächst – und hat die Mitarbeitenden der Kinderklinik ausdrücklich eingeladen, eigene Ideen einzubringen. So soll JoJo nach und nach an noch mehr Stellen präsent sein, an denen Kinder eine vertraute Figur an ihrer Seite gebrauchen können.
Am Ende steckt hinter JoJo eine einfache Überzeugung: Manchmal braucht es keine großen Worte, um einem kranken Kind Mut zu machen – manchmal reicht dafür ein Paar lange, blaue Ohren, die um die Ecke lugen.