Kinder mit Organversagen

Hilfe für Kinder mit Organversagen

In der Tübinger Kinderklinik gibt es ein Spezialistenteam für Kinder mit schweren Darm- und Lebererkrankungen und damit verbundenem Organversagen. Im derzeit einzigen Zentrum im deutschsprachigen Raum führen die Mediziner Darmtransplantationen bei Kindern durch.

Das Kurzdarmsyndrom – die häufigste Form von chronischem Darmversagen – kann ernste Folgen haben wie Wachstumsstörungen oder Stoffwechselerkrankungen. Die Tübinger Kinderklinik ist eines von nur vier Zentren in Europa, das diesen Kindern helfen kann. Im Rahmen der so genannten Intestinalen Rehabilitation wird versucht, durch Kombination einer Vielzahl von Behandlungen, unter anderem mit verschiedenen Formen der künstlichen Ernährung, die Darmfunktion der Kinder wieder komplett herzustellen.

Dieses Verfahren ist sehr erfolgreich und es kommen immer mehr Familien aus ganz Europa zur Behandlung nach Tübingen. Nach der Überweisung durch die Heimatklinik behandelt und betreut sie hier ein Team aus Spezialisten: Intensivmediziner, Chirurgen, Immunologen, Psychologen und viele mehr sind an diesem sehr komplexen multidisziplinären Programm beteiligt und erstellen für jedes Kind ein individuelles Behandlungskonzept.

Eine gute Koordination der verschiedenen Fachbereiche und Spezialbehandlungen ist dabei von besonderer Bedeutung. Oberarzt Dr. Andreas Busch betont in diesem Zusammenhang: „Nicht die Summe der Maßnahmen ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung, sondern die sinnvolle Kombination. Manchen Kindern kann dadurch eine Organtransplantation erspart werden.“

Für diese Aufgabe und weil die Patientenzahlen stetig steigen, hat die Klinik eine Fachkinderkrankenschwester sowie eine beratende Sozialpädagogin angestellt, die die Aufnahme in die Kinderklinik koordinieren, die Familien betreuten den Kontakt mit den Heimatkliniken halten und die Umsetzung der Therapiekonzepte unterstützen.

Mit der Hilfe von Herzenssache e.V. , der Kinderhilfsaktion von SWR,  SR und der Sparda-Bank können wir 2015 und 2016 die Beratung und Begleitung von Kindern vor und nach Organtransplantation fördern.Für die Weiterführung der dringend benötigten Behandlungs-Koordination in diesem Bereich ist die Kinderklinik weiterhin auf Spenden angewiesen.

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