Ein Stuhl, um zur Ruhe zu kommen

Physiotherapiestuhl von Hilfe für kranke Kinder

Der sogenannte Gravity Chair bietet Halt, Entlastung für die Wirbelsäule und lässt Kinder zur Ruhe kommen. (Foto: Karoline Niethammer)

Hilfe für kranke Kinder hat für die Physiotherapie des Sozialpädiatrischen Zentrums einen sogenannten „Gravity Chair“ finanziert, der Kindern mit einer körperlichen Behinderung zu mehr Ruhe und Entlastung verhelfen kann.

Kinder mit einer schweren motorischen Behinderung finden oftmals keinen Halt, können nur schwer entspannen. Hilfe für kranke Kinder hat für die Physiotherapie im Sozialpädiatrischen Zentrum der Uni-Kinderklinik Tübingen einen sogenannten „Gravity Chair“ angeschafft, der diesen Patienten hilft, eine entlastende Sitzhaltung einzunehmen und zur Ruhe zu finden. „Die Stühle sind so konzipiert, dass die Wirbelsäule optimal entlastet wird und die Kinder sich geborgen fühlen können“, erklärt Physiotherapeutin Christa Raabe. „Sie spüren eine angenehme Begrenzung, das gibt ihnen Halt und Sicherheit.“ Die zusätzlichen Holzkufen haben kleine Räder, sodass der Stuhl leicht zu bewegen ist und auch sanft geschaukelt werden kann. Insbesondere Kinder, die zum Beispiel in Überstreckung gehen oder ihre Kopfbewegungen nicht gut kontrollieren können, würden davon profitieren. „Wir nutzen den Stuhl auch, um therapeutische Ansätze umzusetzen. Zum Beispiel können wir den Kindern etwas in die Hand geben und ihre Feinmotorik schulen“, so Raabe.

Das Sozialpädiatrische Zentrum nutzt den Stuhl aber auch als mögliche Hilfestellung für Eltern, deren Kinder davon profitieren. „Oft ist so ein Stuhl eine wichtige Unterstützung im Alltag. Wir versuchen dann, den Familien einen solchen Stuhl auch für zuhause zu vermitteln“, erzählt sie: zum Beispiel habe sich eine kleine Patientin in ihrem Therapiestuhl nie dauerhaft wohlgefühlt und nur auf dem Arm der Mutter zur Ruhe finden können. Im Gravity Chair fand sie jedoch den nötigen Halt, um sich entspannen zu können – was für die Mutter wiederum die Entlastung bedeutete, sich mit mehr Ruhe um das Geschwisterkind oder den Haushalt kümmern zu können. „Es ist in unserer beratenden und diagnostischen Arbeit wichtig, solche Angebote für die Familien vorhalten zu können, um geeignete Hilfen auszuprobieren“, freut sich Raabe. Die Kosten für den Stuhl und die Holzkufen beliefen sich insgesamt auf rund 1.800 Euro.

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Hilfe für kranke Kinder – Die Stiftung
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Karoline Niethammer

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