Auf Entdeckungstour durch die Kinderklinik

Die Ernährungsberatung, die Klinikschule, das Blutabnahme-Labor,  und vieles mehr haben fünfzehn Achtklässlerinnen des St. Klara Mädchenprogymnasiums in Rottenburg und ihre beiden Lehrer in der Kinderklinik Tübingen kennen gelernt. Sie nehmen am Kooperationsprojekt „Klinik macht Schule“ unserer Stiftung Hilfe für kranke Kinder teil.

Vor allem mit dem Thema Ernährung hatten sich die Schülerinnen bereits intensiv im Unterricht beschäftigt – nun wurde ihr Wissen von den Profis vor Ort ergänzt. Zunächst begann das straffe Programm für die Achtklässlerinnen jedoch wie immer: mit Unterricht. Die beiden Lehrerinnen Elisa Kissling und Erdmute Wekemann der Klinikschule erklärten, wie der Unterrichtsalltag in der Kinderklinik funktioniert und welche Möglichkeiten den Patienten geboten werden. Ob weiterführender Unterricht, die Wiedereingliederung in die Heimatschule oder das Nachholen des Schulabschlusses – die elf Lehrerinnen und Lehrer der Klinikschule gehen individuell auf die Situationen und Bedürfnisse ihrer  rund 120 Schüler ein und geben ihr Bestes, ihnen trotz Krankheit einen möglichst normalen Alltag und vor allem eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Dann ging es weiter zur Ernährungsberatung. Susanne Herrlich erklärte den Schülerinnen, wie viele Kalorien in welchen Nahrungsmitteln sind und wie eine sinnvolle Mahlzeitengestaltung aussieht. Anschließend wurde einer Schülerin im Labor von Gerhard Brodbeck Blut abgenommen und direkt analysiert. So konnten die Achtklässlerinnen sehen, welche Werte anhand von diesem festgestellt werden können. Agathe Hemming vom Erzieherinnenteam erklärte den Achtklässlerinnen, wie sie neben Untersuchungen und Klinikschule den Alltag der Kinder mitgestaltet, um Abwechslung und Normalität in den Tagesablauf der Patienten zu bringen.

Die Top 5 der Mangelerscheinungen in Deutschland stellte Kinderarzt Dr. Toni Illhardt den Schülerinnen vor. Dabei erklärte er genau, was für eine gesunde Ernährung wichtig ist. Die Achtklässlerinnen hatten währenddessen sichtlich Spaß daran, zu erraten, welche lebenswichtigen Vitamine und Nährstoffe in den Lebensmitteln zu finden sind. Zuletzt erzählte Priska Schneider den Schülerinnen etwas zum Thema Essstörungen. Sie erklärte ihnen, wie eine solche Störung diagnostiziert und anschließend therapiert wird. Am Ende bekamen die Achtklässlerinnen dieselbe Hausaufgabe mit, die auch die Patienten oft bekommen: Sie sollten einen Lobbrief über sich selbst schreiben. Mit dieser Aufgabe verabschiedeten sich die begeisterten Schülerinnen von der Kinderklinik.

Fotos/Text: Jennifer Merk

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