Neuer Laser in der Chirurgie verhindert Nierenschäden

Die Kinderchirurgie setzt jetzt ein Diodenlasergerät für die Behandlung von Fehlbildungen ein.

Immer wieder kommen Neugeborene wegen angeborenen Harnröhrenklappen in die Kinderklinik Tübingen. Diese Fehlbildung behandeln die Chirurgen mithilfe von Lasertechnik. Bei Harnröhrenklappen können die Kinder ihren Urin nicht ausscheiden und durch den Rückstau kommt es zu einem fortschreitenden Druck auf das Nierengewebe. „Durch eine frühzeitige Entfernung der Klappen mit dem Laser kann dies begrenzt werden“, sagt Dr. Verena Ellerkamp. Der Aufstau in der Niere führt durch den Druck zu einer Schädigung der Nierenfunktion. Unbehandelt führt dies zu einer Niereninsuffizienz, was bedeutet, dass die Kinder später regelmäßig zur Dialyse müssten.

Auch bei weiteren Erkrankungen setzen die Chirurgen in der Kinderklinik den Laser ein.  So werden beispielsweise Ureterocelen – das sind pathologische Erweiterungen des Harnleiters in der Blasenwand –  mit dem Laser entlastet. Durch unbehandelte Ureterocelen kann es sonst zu einer Abflussstörung des Urins aus der Harnblase kommen.

Bei beiden Behandlungen – der Laserschlitzung von Harnröhrenklappen und der Laserschlitzung von Ureterocelen – wird über eine Blasenspiegelung die Laserfaser eingebracht.

Da das vorhandene Lasergerät der Abteilung aufgrund seines Alters ersetzt werden musste, hat unsere Stiftung 46.908 Euro für die Anschaffung eines neuen Geräts über Spenden finanziert. So ist gewährleistet, dass weiterhin verschiedene Erkrankungen optimal therapiert werden können.