Neues Projekt am Start - Kinderintensivtransport
Marcel E. war 5 Jahre alt, als er im Winter beim Spielen in einen eiskalten Fluss fiel. Beim Rettungseinsatz zählte jede Minute. Nach der Wiederbelebung durch den Notarzt wurde er zur Erstversorgung ins örtliche Krankenhaus transportiert.
Schnell war klar, dass er aufgrund der schlechten Herz- und Kreislauffunktion in eine Spezialklinik weiter verlegt werden musste. Dies war nur mit entsprechender technischer Ausstattung möglich, da der Junge den Transport sonst nicht überlebt hätte.
Als Klinik der Maximalversorgung bekommt auch die Kinderintensivstation des Universitätsklinikums Tübingen immer wieder Anfragen anderer Krankenhäuser zur Übernahme von lebensbedrohlich erkrankten oder verletzten Patienten.
Dabei handelt es sich um Hochrisiko-Patienten mit schwerem Kreislauf- oder Lungenversagen, Kinder und Jugendliche nach Unfällen und Reanimation oder um Neugeborene mit schweren angeborenen Fehlbildungen.
Für die Verlegung dieser Kinder sollen deshalb ab 2012 spezielle Kinderintensivtransporte angeboten werden. ‚Herzstück‘ ist eine hochmoderne Intensiv-Transporttrage mit einer Überwachungs- und Beatmungstechnik, die gleichermaßen für den Einsatz im Rettungshubschrauber, im Rettungswagen oder im Flugzeug geeignet ist.
Alle im Einsatz notwendigen Geräte sind in die Trage integriert, um während des Transports eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten - darunter auch eine transportable Herz-Lungen-Maschine (ECMO), die bei Bedarf die Funktion der Lunge und des Herzens ersetzen kann.
ECMO-Transporte sind sehr aufwändig und nur mit speziell geschultem und erfahrenem Personal möglich. Nur wenige Kliniken in Deutschland können solche Transporte anbieten.
Zur Finanzierung der Geräte müssen noch rd. 72.000 Euro über Spenden aufgebracht werden. Helfen Sie mit Ihrer Spende unter dem Stichwort ‚Intensivtransport‘.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
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