Neues Ultraschallgerät finanziert

Die Ultraschalldiagnostik bietet viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Diagnoseverfahren. Der Patient ist weder einer Strahlenbelastung noch einer unangenehmen invasiven Untersuchung ausgesetzt. Etwa 30 Mal täglich, rund 7000 Mal im Jahr werden Ultraschalluntersuchungen an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen mit den beiden vorhandenen Geräten durchgeführt. Untersucht werden Kinder und Jugendliche mit den verschiedensten Krankheitsbildern von Darm- über Tumorerkrankungen bis hin zur Organtransplantation. Das ältere der beiden Geräte war bereits seit elf Jahren im Einsatz. Da sich die technischen Standards in der Zwischenzeit erheblich verbessert hatten und eine viel genauere Diagnostik erlaubten, war es der Wunsch der Klinikleitung, ein Ultraschallgerät der neuen Generation anzuschaffen. Dieser Wunsch fand bei Verein und Stiftung Gehör, denn ein Neugerät konnte nicht aus dem Kliniketat finanziert werden. Der Verein Hilfe für kranke Kinder e.V. und die Stiftung für kranke Kinder sprangen ein und finanzierten die Neuanschaffung mit jeweils 50.000 Euro.

Das moderne Sonografie-Gerät ist technisch auf dem aktuellsten Stand. Es bietet die Möglichkeit, neue Befunde in zeitgemäßer Bildqualität mit alten zu vergleichen und daher präziser auszuwerten. Mit einem Gewicht von nur 80 Kilogramm ist es mobil und kann zusätzlich sowohl im Patientenzimmer als auch im Operationssaal eingesetzt werden. Die größte technische Neuerung ist das integrierte Magnetfeld. Damit können 3D-Aufnahmen erstellt werden, die sich auch dann noch diagnostisch auswerten lassen, wenn der junge Patient die Untersuchungsliege bereits wieder verlassen hat. Die höchauflösenden Aufnahmen helfen insbesondere bei der Untersuchung von Kindern und Jugendlichen nach Nieren- und Lebertransplantationen, deren Zahl in den letzten Jahren in Tübingen deutlich gestiegen ist.

„Für unsere jungen Patienten bedeutet das neue Gerät eine enorme Verbesserung in der Diagnostik“, freut sich der Leiter der Sonografie in der Kinderklinik, Prof. Dr. Peter Haber (im unteren Bild links). Stellvertretend für die Kinderklinik bedankte sich deren Geschäftsführender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Rupert Handgretinger (rechts im Bild) bei den Spendern: „Die zahlreichen Freunde und Förderer unserer Klinik haben diese Anschaffung möglich gemacht. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“

Foto unten: Hartmut Overbeck (Bildmitte), Vorsitzender des Vereins Hilfe für kranke Kinder e.V. und Mitglied des Stiftungsrates der Dietrich-Niethammer-Stiftung, übergibt der Tübinger Kinderklinik einen symbolischen Scheck in Höhe von 100.000 Euro. 

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Elvira und Hans-Dieter Köhler